Hoffmann Externes Fixationssystem

Modulare Stabilität für akute Traumata und komplexe Rekonstruktionen
Ein unilateraler/bilateraler Fixateur der nächsten Generation mit KohlefaserstäbeSchnellspannklemmen und Mehrebenen-Pin-Kompatibilität. Ermöglicht eine schnelle Rahmenmontage (<3 Min.) mit CT-/MRT-Transparenz und 110 kg Tragfähigkeit für die stufenweise Frakturbehandlung.

 

Wichtige Highlights:
✓ Ultraleichte Steifigkeit: Kohlefaserstäbe (4.8–11 mm Ø) ↑ Festigkeits-Gewichts-Verhältnis 3x im Vergleich zu Edelstahl
✓ Omnidirektionale Klemmen: 360° Kugelgelenkbewegung + Einhandverriegelung (30Nm Drehmoment)
✓ Hybridkompatibilität: Akzeptiert 3–6 mm Schanz-Stifte (kortikal/spongiös)
✓ Infektionskontrolle: Röntgendurchlässiges Design ↓ Biofilmrisiko; offene Architektur für Wundzugang
✓ Universelle Indikationen: Akute Frakturen → Pseudarthrosen → Knochentransport

 

Zielanwendungen:
  • Offene Frakturen (Gustilo III)
  • Beckenringstörungen
  • Infizierte Pseudarthrosen
  • Beinverlängerung (Hybridrahmen)

 

Externe Fixierung neu gedacht – Geschwindigkeit, Stärke und Bildschärfe vereint.

Systemkomponenten

Oberes Extremitätensystem

S / NP / NBeschreibungNormenANZAHL
1B0022Kombiniertes externes Fixationssystem8.0 mm1
2B0023Stift-zu-Stab-KupplungΦ8/4-53
3B0024Stange-zu-Stange-KupplungΦ8 / 84
4B00255-Loch KupplungΦ8 / 51
5B002630º abgewinkelter PfostenΦ82
6B0027Halbrunde Pleuelstangen aus AluminiumΦ8 * 180mm1
7B0028StangeΦ8 * 250mm2
8B0029Selbstbohrender und selbstschneidender Stift5 * 150mm5
9B0030SchraubendreherΦ5.01
10B0031T-Typ-Schlüssel#71
11B0021Schraubenschlüssel# 5 / 71

Untere Extremitäten

S / NP / NBeschreibungNormenANZAHL
1B0011Kombiniertes externes Fixationssystem5.0 mm1
2B0012Stift-zu-Stab-KupplungΦ5/3-42
3B0013Selbstbohrender und selbstschneidender StiftΦ4 * 120mm4
4B0014Stange-zu-Stange-KupplungΦ5 / 54
5B0015StangeΦ5 * 2502
6B0016StangeΦ5 * 2001
7B001730º abgewinkelter PfostenΦ52
8B00184-Loch KupplungΦ51
9B0019SchraubendreherΦ4.01
10B0020T-Typ-Schlüssel#51
11B0021Schraubenschlüssel# 5 / 71

Hoffmann-System zur externen Fixierung – Bahnbrechendes Erbe: Raoul Hoffmann (1881–1972)

Dr. Raoul Hoffmann, ein Schweizer Chirurg mit Praxis in Genf, revolutionierte die orthopädische Chirurgie mit seiner Erfindung eines modularen externen Fixiersystems, das Ende der 1930er Jahre auf den Markt kam. Angetrieben vom Bedarf an besseren Lösungen für die Behandlung komplexer Kriegsverletzungen, konzentrierte sich Hoffmanns geniale Entwicklung auf:
  • Wirklich modulares Konzept: Unabhängige Platzierung von Stiften/Drähten, die über Universalklemmen mit Kohlefaserstäben oder -ringen verbunden sind, was eine beispiellose Freiheit bei der 3D-Montage ermöglicht.
  • Universalität: Ein einziges System, das an praktisch jedes Knochensegment (lange Knochen, Becken, Hand/Fuß) und jede Indikation (Trauma, Rekonstruktion, Infektion) anpassbar ist.
  • Stabilität und Einstellbarkeit: Ermöglicht eine starre Fixierung , postoperative Reposition/Korrektur über Kompressions-/Distraktionsmechanismen.
  • Minimalinvasive Philosophie: Konzentriert sich auf die Erhaltung der Frakturbiologie und des Weichgewebes.

 

Hoffmanns Prinzipien legten den Grundstein für die moderne externe Fixierung. Die heutige Weiterentwicklung seines Systems (wie Strykers Hoffmann-Familie – II, III, Xtend, Hybrid) nutzt fortschrittliche Materialien (z. B. röntgendurchlässige Kohlefaser) und verfeinerte Klemmen und bewahrt gleichzeitig sein Kernkonzept der anpassbaren Stabilität. Der Name „Hoffmann“ ist weltweit ein Synonym für externe Fixierung.

 

Indikationen

Das Hoffmann-Fixierungssystem ist für die temporäre oder endgültige Stabilisierung von Knochensegmenten in verschiedenen Szenarien geeignet:
  1. Akutes Trauma:
    • Schwere offene Frakturen (Gustilo II und III), um Kontamination zu minimieren und zu stabilisieren.
    • Geschlossene Frakturen mit schwerer Weichteilschädigung (Schwellungen, Verbrennungen).
    • Polytrauma-Patienten („Damage Control Orthopedics“ – DCO).
    • Periartikuläre Frakturen, die eine frühzeitige Gelenkbewegung erfordern.
    • Komplexe Beckenringstörungen.
  2. Infizierte und nicht verheilte Frakturen: Stabilisierung während der Behandlung einer Infektion oder einer Fehl-/Nichtvereinigung.
  3. Gliedmaßenverlängerung und -rekonstruktion: Distraktionsosteogenese über spezielle Rahmen (oft kombiniert mit Ringelementen).
  4. Arthrodese (Gelenkversteifung): Vorübergehende Stabilisierung von Gelenken (z. B. Knöchel, Handgelenk).
  5. Schwerer Knochenschwund: Überbrückung erheblicher Defekte.
  6. Korrektur von Deformitäten: Allmähliche Korrektur von Winkel-/Rotationsdeformitäten.
  7. Frakturen bei Kindern: Fälle, die für eine interne Fixierung ungeeignet sind.
  8. Verstärkung: Ergänzung einer instabilen internen Fixierung („Schutzrahmen“).

Gegenanzeigen

Kontraindikationen sind relativ und erfordern eine sorgfältige Risiko-Nutzen-Abwägung durch den Chirurgen:
  1. Instabiler Patient: Äußerst instabiler Gesundheitszustand, der jegliche Operation ausschließt.
  2. Infektion der Stecknadel-/Drahtstelle: Aktive Infektion an potenziellen Einstichstellen (relative Kontraindikation; erfordert sorgfältige Planung/alternative Stellen).
  3. Schwere Osteopenie/Osteoporose: Unzureichender Knochenvorrat, um Stifte/Drähte sicher zu halten.
  4. Schwere Haut-/Weichteilinsuffizienz: Wo die Platzierung der Stifte zu Nekrosen oder dauerhaften Infektionen führen könnte.
  5. Allergie gegen Implantatmaterialien: Sehr selten, muss aber berücksichtigt werden.
  6. Nichteinhaltung der Therapie durch den Patienten/nicht reduzierbare Nichteinhaltung: Unfähigkeit oder Unwille, Pin-Sites zu verwalten, an Nachuntersuchungen teilzunehmen oder Gewichtsbeschränkungen einzuhalten.
  7. Mangelnde chirurgische Expertise: Erfordert spezielle Ausbildung und Erfahrung.

 

Die endgültige Entscheidung zur Verwendung des Hoffmann-Systems liegt ausschließlich im klinischen Urteil des Chirurgen nach gründlicher Untersuchung.

Operationstechnik (Überblick und Grundprinzipien)

Das Hoffmann-System ermöglicht zahlreiche Techniken. Dieser Überblick behandelt universelle Prinzipien:
  1. Präoperative Planung:
    • Bildgebungsüberprüfung (Röntgen, CT-Scans).
    • Definieren Sie die Rahmenkonfiguration (unilateral, biplanar, Hybrid, Ring) und die Platzierungsstellen für Stifte/Drähte (unter Vermeidung neurovaskulärer Strukturen und zukünftiger Inzisionsstellen für eine mögliche Konvertierung).
    • Schablonenmontage (optional).
    • Wählen Sie die Komponentengrößen (Stiftdurchmesser, Stangenlänge) aus.
  2. Positionierung und Vorbereitung des Patienten: Positionieren Sie das Gerät so, dass Zugang und Bildgebung möglich sind. Steril vorbereiten/großflächig abdecken.
  3. Stift-/Drahteinführung („Sichere Korridore“):
    • Verwenden Sie scharfe Bohrer/Hülsen beim Bohren mit der Maschine oder per Hand, um die thermische Nekrose zu minimieren.
    • Bohren Sie in der Nähe der Kortikalis vor, bevor Sie gegebenenfalls selbstbohrende/selbstschneidende Stifte einsetzen.
    • Verwenden Sie Gewebeschutzhüllen. Führen Sie die Insertion senkrecht zur Knochenachse durch (wenn möglich) oder folgen Sie der geplanten Trajektorie.
    • Stellen Sie nach Möglichkeit einen bikortikalen Halt sicher. Vermeiden Sie thermische Verletzungen (kontinuierliche Spülung mit Kochsalzlösung optional).
    • Minimieren Sie die Weichteilspannung um die Stifte.
  4. Rahmenmontage & -reduzierung:
    • Einzelne Stifte/Drähte mit handfesten Klammern anbringen.
    • Stäbe/Sterne/Ringe anbringen.
    • Verwenden Sie die Klemmartikulation strategisch, um die Reposition zu unterstützen.
    • Führen Sie eine Frakturreposition durch (manuell oder durch Rahmenmanipulation – Traktion/Kompression/Angulation).
    • Alle Klemmschrauben sicher verriegeln (Drehmomentschlüssel erforderlich). Fügen Sie bei Bedarf zusätzliche Stäbe/Ringe zur Stabilisierung hinzu (Dreiecksprinzip).
  5. Letzter Check:
    • Überprüfen Sie Stabilität und Reposition klinisch und radiologisch (z. B. Fluoroskopie).
    • Achten Sie auf einen Abstand zur Haut (ca. 1–3 cm).
    • Kürzen Sie Stifte/Drähte, wenn sie zu lang sind.
    • Bedecken Sie die Einstichstellen mit einem nicht okklusiven, mit Kochsalzlösung angefeuchteten Verband.
    • Bringen Sie an den scharfen Enden Schutzkappen an.
  6. Postoperative Behandlung:
    • Einleitung eines strengen Pin Site Care-Protokolls und Patientenaufklärung.
    • Schmerzmanagement und neurovaskuläre Überwachung.
    • Nachsorgeplan zur Beurteilung, möglichen Anpassung (z. B. Distraktion) oder geplanten Umstellung auf interne Fixierung.
    • Klare Anweisungen zur Gewichtsbelastung.
"Notiz:* Umfassende Techniken erfordern eine spezielle Schulung anhand der Gebrauchsanweisung des Herstellers (IFU – Instructions for Use). Die Techniken variieren erheblich je nach Indikation, Anatomie und Präferenz des Chirurgen.*

Merkmale und Vorteile (Moderne Hoffmann-Familie):

  • Universalklemmen: Sichern Sie Stifte mit unterschiedlichen Durchmessern (z. B. 4.0 mm, 5.0 mm, 6.0 mm), Drähte und Stäbe/Sterne mit einzelnen Klemmtypen.
  • Multidirektionale Klemmen: Hochgradig einstellbare Winkel-/Steifigkeitsklemmen (z. B. Hoffmann III/Xtend) ermöglichen die Montage und Korrektur komplexer Rahmen.
  • Schnellverschlussklemmen: Optionen für Schnellspannklemmen (z. B. Hoffmann III Quick-Lock).
  • Röntgendurchlässige Kohlefaserstäbe: Verbessern Sie die radiologische Sichtbarkeit während der Operation und der Nachsorge.
  • Leicht und langlebig: Fortschrittliche Metalle und Verbundwerkstoffe.
  • Umfangreiche Kompatibilität: Schnittstellen zu anderen Fixierungskomponenten (z. B. Ringe für Hybridrahmen).
  • Umfangreiche Instrumentierung: Spezielle Führungen, Schraubenschlüssel, Schraubendrehergriffe, Stiftschneider.

Wichtige Überlegungen

  • Pin-Site-Pflege: Entscheidend für die Infektionsprävention. Die Aufklärung der Patienten ist von größter Bedeutung.
  • Steifheit vs. Dynamisierung: Die Rahmensteifigkeit muss den klinischen Anforderungen entsprechen. Eine Dynamisierung kann später von Vorteil sein.
  • Umstellungsplanung: Die Platzierung des Rahmens sollte eine sichere zukünftige Umstellung auf eine interne Fixierung ermöglichen, sofern dies geplant ist.
  • Neurovaskuläre Anatomie: Für eine sichere Stifteinführung ist die Beherrschung der Querschnittsanatomie zwingend erforderlich.
Haftungsausschluss: Die hier bereitgestellten Informationen dienen als allgemeiner Überblick für medizinisches Fachpersonal. Sie ersetzen nicht die offizielle Gebrauchsanweisung des Herstellers, eine spezifische chirurgische Ausbildung oder die klinische Beurteilung eines Chirurgen. Produktspezifikationen, Indikationen, Kontraindikationen, Warnhinweise, Vorsichtsmaßnahmen und Operationstechniken können variieren. Beachten Sie vor jedem Eingriff stets die spezifische Produktkennzeichnung und die validierten Anleitungen zu Operationstechniken für das verwendete Hoffmann-System.
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